Meditieren wie im Schlaf

Das Schwierigste am Meditieren ist nicht das Praktizieren, sondern sich zu überwinden, zu meditieren. Ist die Anfangsphase jedoch erst überwunden und das Meditieren zur Gewohnheit geworden, zeigen sich die positiven Auswirkungen. Einige davon habe ich bereits bei meinem letzten Beitrag vorgestellt, die bei mir persönlich eingetreten sind.

Was ist Meditieren eigentlich? Betrachte es als eine Übung, um deinen Geist von allen Gedanken zu befreien. Damit einher kehrt die Ruhe und Gelassenheit zurück. Aus spiritueller Sicht dient die Meditation auch dazu, das Ego zu erkennen und sich vom ihn zu lösen. Das bedeutet nicht, dass man egofrei wird, sondern damit ist eher gemeint, sich nicht mit seinem Ego zu identifizieren. Denn wer kennt das nicht: wir versinken die meiste Zeit in unseren Gedanken, denken an die Zukunft oder machen uns Sorgen.

Was an sich ja nicht so schlimm wäre, wenn da nicht die Emotionen wären. Die Bilder, die wir in unseren Köpfen projektieren verursachen uns entweder Stress oder Angst. Diese negativen Gedanken über die Vergangenheit und die Zukunft sind ziemlich kontraproduktiv, da sie an sich keinen wirklichen Beitrag zur Lösung bringen. Was in der Vergangenheit liegt, können wir nicht ändern und was uns in Zukunft erwartet, ist ungewiss. Von daher kann man sich diese Gedanken genauso gut sparen – und da kommt die Meditation zum Einsatz.

Ich stelle eine ganz einfache Meditationsübung vor. Im Grunde ist es eher eine Atemübung. Wobei es letztendlich egal ist, wie man es nennt, solange es zum selben Ergebnis führt. Die Übung ist so simpel gehalten, dass es kaum einen Grund gibt, sie nicht zu machen.

 

Die Meditation für Anfänger.

Die beste Zeit für die Übung ist direkt vor dem Schlafen gehen. Setze dich an den Bettrand, den Rücken aufrecht und die Hände auf dem Schoss. Schließe die Augen und atme durch die Nase ein und wieder aus. Jetzt beginnst du mit „Eins“ zu zählen. Atme wieder durch die Nase ein und wieder aus – „Zwei“. Zähle immer uns eins hoch, nachdem du ausgeatmet hast. Das wiederholst du solange, bis du bei 50 bist. Versuche deinen Atem zu beobachten und halte deinen Atem im langsamen Rhythmus. Wenn du zwischendurch aus dem Takt kommst, weil du dich in deinen Gedanken verlierst, dann beginne mit der nächstbesten Zahl, an die du dich erinnerst.

Bist du bei 50 angekommen, hast du es geschafft! Versuche nicht zu beurteilen, ob die Meditation gut oder schlecht war – Sie war definitiv ein Erfolg! Das war’s auch, mehr brauchst du nicht für den Anfang.

Wichtig ist, dass du diese Übung regelmäßig verfolgst, dann wird es auch mit den „fortgeschrittenen“ Meditationsübungen klappen.

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