Spiritualität ist, seiner inneren Stimme zu folgen

Jetzt hat es auch mich erwischt. Eines dieser Schicksalsschläge, die wohl jeden früher oder später im Leben trifft. Ich habe meine Freundin im Sommer 2013 verloren. Lilia war erst 25 Jahre alt, als sie durch eine Thrombose im Gehirn nach wenigen Tagen verstarb. Wir hatten gemeinsam sieben wundervolle Jahre erleben können. Sie ist die Liebe meines Lebens und mein Himmel auf Erden gewesen. Lilia war ein unglaublich liebevoller Mensch und ist eine wundervolle Freundin gewesen. Ich bin immer noch so verrückt nach ihr. 
In dem Jahr als ich Lilia verlor, bin ich aus meinem Himmel gestürzt. Das einst wunderbar schöne Leben war verloren. Alles, was blieb war unermesslicher Schmerz und Trauer. Irgendwie musste ich das durchstehen, denn das Leben blieb nicht stehen. Ich griff nach jeder Hilfe, die sich bot, doch nichts konnte meinen Schmerz lindern. In dieser dunklen Zeit sagte meine innere Stimme, dass ich zurück musste, zurück nach Indien, um abzuschließen und um ein Versprechen einzulösen. Ich folgte dieser Stimme und flog im Winter 2013 nach Indien. Nach Dharamsala, um Hilfe zu finden und nach Mumbai, um eine alte Freundin wiederzusehen. Dieser Flug nach Indien war auch der Beginn meiner spirituellen Reise.

 

Von dieser spirituellen Reise handelt nun dieser Blog. Ich werde von meinen Erlebnissen in Indien erzählen, von meinem ersten Kontakt mit Zen durch „Eric and the hippie girl“ und von meinem Versprechen. Die Beiträge werden auch von meinen persönlichen Erfahrungen auf dem spirituellen Pfad erzählen und über verschiedene spirituelle Lehrer und ihren Lehren handeln. Das Schreiben hilft mir zu verstehen und zu reflektieren. Ich weiß, wie schwer nachvollziehbar Spiritualität sein kann. Von daher freue ich mich, wenn ich durch meine eigenen Erfahrungen den interessierten Lesern den Zugang etwas erleichtern kann.

 

Spiritualität ist, seiner inneren Stimme zu folgen und ich bin ihr gefolgt. Diesen Weg einzuschlagen hat mir geholfen, meinen Schmerz zu lindern. Gänzlich wird es wohl erst verschwinden, wenn ich meine Reise beendet habe und endlich wieder zu Hause angekommen bin – zu mir selbst.

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