Warum ich?

„Warum ich?“ Warum passieren mir andauernd irgendwelche Dinge, um die ich mir Gedanken machen muss? Mir wurde letztens bewusst, dass das Leben aus einer Abfolge von Dingen besteht, die erledigt oder bewältigt werden müssen. Nun, die Dinge, die erledigt werden müssen, verstehe ich ja noch. Das ist einfach naturbedingt. Unser Körper braucht Nahrung und Unterkunft, das passiert nicht von alleine.

Die größere Challenge eines menschlichen Lebens jedoch, sind die Dinge, die wir bewältigen müssen. Damit meine ich diese ganzen persönlichen und zwischenmenschlichen Konflikte, die unser ganzes Leben begleiten. Das wären zum Beispiel Krankheit, Trauer, Streit, Ärger, Stress, Einsamkeit, Angst, Traumata, sich nicht geliebt fühlen etc., kurzum wir fühlen uns in aller Regelmäßigkeit nicht glücklich.

 

Ist es denn möglich ein dauerhaft glückliches oder zumindest friedliches Leben zu haben?

– Nein, zumindest nicht bevor wir unsere Lektion gelernt haben.

 

Der Grund ist, wir sind nicht hier, weil wir dauerhaftes Glück empfinden wollen. Wir sind spirituelle Wesen und nutzen den menschlichen Körper, um zu lernen – wofür auch immer. Aber was ich weiß ist, dass das menschliche Leben auch bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Wenn ich die Regeln kenne, kann ich sie nutzen, um mein Leben so angenehmen wie möglich zu gestalten. Auch tröstet es mich ein wenig, wenn ich weiß, dass alles was mir passiert einen Sinn hat, auch wenn dieser sich manchmal nicht in meiner Lebenszeit offenbaren wird.

Eine fundamentale Regel ist: Nichts was uns geschieht, passiert zufällig. Das ist nicht nur eine spirituelle Idee, sowas wie „echter Zufall“ ist nicht möglich, da alles kausal miteinander verknüpft ist. Das einzige, was existiert, das nicht zufällig ist, ist unser freier Wille, wenn wir auf unsere Intuition hören. Wir haben es daher immer selbst in der Hand, wie wir mit der Situation umgehen, je weniger wir unserem Ego unterliegen.

Meinem Verständnis nach, ist alles was uns passiert, begründet auf  den folgenden „Lebensgesetzen“, basierend auf mythologischen und spirituellen/religiösen Konzepten:

 

Life Purpose / Lebensinn

Wir kommen alle in dieses Leben mit einem gewissen Ziel, was wir gerne erleben möchten. Zum Beispiel wie es ist, eine Familie zu haben, Künstler zu sein, in einer Hilfsorganisation zu arbeiten usw. Wir fühlen es, wenn wir unserer eigentlichen Berufung nicht folgen. Es ist ein permanentes Unwohlsein, nicht am richtigen Platz zu sein oder das irgendwas noch fehlt.

 

Life Contract / Lebensvertrag

Alle Begegnungen, die wir erleben sind nicht zufällig, die Guten, wie auch die Schlechten. Wir haben, bevor wir in dieses Leben treten, alle wichtigen Begegnungen und ihre Zielsetzung vorher abgesprochen. Jeder Mensch ist hier um zu helfen oder um uns etwas beizubringen.

 

Karma

Alles was wir tun hat Konsequenzen, nicht nur unmittelbare, sondern auch lebensübergreifende. Wenn wir einem Menschen Schaden zufügen, dann wird uns genau dieses Leid wiederfahren. Gleiches gilt auch mit allem, was wir Gutes tun. Das Gute kehrt zu uns zurück.

 

Law of Attraction / Gesetz der Anziehung

Unsere Gedanken sind mächtiger als uns lieb ist und sie definieren unsere Realität. Negative Gedanken, die durch Angst initiiert sind, manifestieren sich. Meiner Erfahrung nach werden wir im Leben immer mit unserer Angst konfrontiert. Vielleicht gehört es zu den Standard-Life-Challenges, die wir alle erleben. Genauso manifestieren sich eben auch positive Gedanken.

 

Mir hat es sehr geholfen, diese Gesetzmäßigkeiten zu verstehen, obwohl Teile davon außerhalb meines Erfahrungsspielraums sind. So habe ich ein Regelwerk fürs Leben, woran ich mich halten kann, um ein gutes Dasein zu führen.

Das Leben als solches ist weder schlecht noch gut, es ist in erster Linie einfach nur objektiv. Wir geben dem Leben Bedeutung und je nachdem wie unser Weltbild und Glaube ist, machen wir es uns eben schwerer oder leichter, als es tatsächlich ist.

Nicht das Leben passiert uns, wir sind unseres eigenen Schicksals Schmied. Immer.

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