Wer ist dein Meister?

Jede Reise hat ein Ziel und in der Regel gibt es mehrere Wege, die dorthin führen können. Das Gute an einer spirituellen Reise ist, dass es keinen richtigen oder falschen Weg gibt. Egal, wofür man sich entscheidet, es wird uns letzten Endes immer zum Ziel führen. Manche Wege sind kürzer, andere eben wiederum länger. Zeit spielt jedoch wirkliche keine Rolle, denn was in diesem Leben nicht abgeschlossen wurde, wird im nächsten Leben fortgesetzt. Wir reinkarnieren in einen neuen Körper und verlieren jegliche Erinnerung an das vorherige Leben. Alles, was bleibt ist das Karma von allen bisherigen Leben und wir bekommen eine neue Chance, unsere Lektion abzuschließen.

 

Woher weiß ich das bzw. woher weiß überhaupt irgendjemand das alles? In der Spiritualität wird nichts geglaubt – wahr ist nur das, was man persönlich erfährt. Das Leben selbst ist mein Lehrer. Ich kann mich zwar nicht an meinen vorherigen Leben erinnern, aber dafür gibt es andere Menschen, die mehr von der Reinkarnation verstehen oder sich womöglich doch erinnern können. Das sind meine spirituellen Lehrer. Sie können mich zwar nicht an mein früheres Leben erinnern lassen, aber sie können mir helfen, zu erkennen wer bzw. was ich wirklich bin und mich so indirekt realisieren lassen, dass etwas Wahres an dem Konzept der Reinkarnation ist.

 

Wissen von einem spirituellen Lehrer einzuholen, hat mir sehr geholfen, die manchmal doch sehr abstrakten Themen zu verstehen.  Ihre Lehre dient mir als Orientierung und Wegweiser. Dank dem Internet hat heute jeder Zugang zu spirituellen Lehrern. Ich  muss nicht persönlich mit einem Meister sprechen, um besser verstehen zu können und verfange mich auch nicht in einem kollektiven Personenkult. Alles was ich wissen möchte, liegt als Video oder in Textform vor. Eric sagte einmal zu mir, ich brauche keinen Meister, ein Meister habe auch nur ein Ego, ein Buch dagegen nicht. Nun, das ist eine persönliche Entscheidung, ob jemand eine persönliche Betreuung benötigt oder eben nicht. Ich bin auf jeden Fall glücklich darüber, dass ich nicht hunderte von Kilometern reisen muss, um mir spirituelles Wissen anzueignen.  Zumal das bei manchen Lehrer schwierig sein wird, weil sie schon eine Weile tot sind. So zum Beispiel mein Lieblingslehrer Alan Watts.

 

Mein spirituelles Wissen basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen. Wenn diese sich mit verschiedenen Lehren und Quellen decken, dann ist es für mich ein gutes Indiz dafür, dass ich mich auf einem guten Weg befinde und dass die Lehre zu mir passt. So ist meine Vorgehensweise, wie ich die spirituelle Materie studiere: persönliche Erfahrung sammeln und sie durch unterschiedlichen Quellen verifizieren lassen.

 

Denn wie eingangs gesagt, gibt es unterschiedliche Wege und da mich der Gedanke graust, im nächsten Leben nochmal die Schulbank drücken zu müssen, hoffe ich sehr, meine Reise in diesem Leben beenden zu können. Deswegen bin ich so wissbegierig und versuche den schnellsten Weg nach Hause zu finden.

 

In den zukünftigen Beiträgen werde ich einige meiner spirituellen Lehrer bzw. spirituellen Quellen genauer vorstellen. Zumal sie als gute Ausgangslage für die jeweiligen Themenschwerpunkte dienen. Weil Karma und Reinkarnation sehr in der buddhistischen Religion verankert sind, möchte ich in einem der kommenden Beiträge meine persönliche Haltung zum Dalai Lama vorstellen und erzählen wie er mich beeinflusst hat.

 

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